TES begrüßt die Ankunft von Excelsior FSRU in Wilhelmshaven und fördert damit die Energiesicherheit Deutschlands

April 29, 2025

Ankunft des FSRU-Schiffs Excelsior in Wilhelmshaven als Teil der deutschen LNG-Importinfrastruktur.

Wilhelmshaven, 26. Mai 2025: Deutschland kann seine Energieversorgung jetzt noch sicherer und flexibler gestalten. Mit der Inbetriebnahme ihres dritten schwimmenden Importterminals für verflüssigtes Erdgas (LNG) hat die staatliche Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) am Montag, 26. Mai, ein weiteres Schlüsselprojekt des LNG-Beschleunigungsgesetzes erfolgreich umgesetzt. Bei einer kleinen Presseveranstaltung im Beisein von verantwortlichen Vertretern aus der Bundes- und Landespolitik sowie Partnern aus dem Projektmanagement lobte Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer von DET, die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten: „In diesem herausfordernden Projekt haben wir konsequent gemeinsam an unserem Ziel gearbeitet: die Energieversorgungssicherheit in Deutschland deutlich zu stärken. Wir müssen die Risiken einer einseitigen Abhängigkeit von Energieimporten für unsere Wirtschaft und Verbraucher verringern. Ein unverzichtbares Mittel, um dies zu erreichen, ist die Diversifizierung der Erdgasversorgungswege. Unsere Haushalte und insbesondere energieintensive Industrien sind auf Erdgas angewiesen, bis erneuerbare Energien fossile Brennstoffe vollständig ersetzen können. Neben Erdgas aus Pipelines leistet LNG einen wichtigen Beitrag zu unserer Stabilität in Deutschland und Europa auf dem Weg zur Klimaneutralität. Im Namen des gesamten DET möchte ich daher allen beteiligten Unternehmen, den Genehmigungsbehörden sowie den Beamten und gewählten Vertretern, die dieses Projekt ermöglicht haben, meinen aufrichtigen Dank aussprechen.“

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, sagt: „Gas wird auf absehbare Zeit von großer Bedeutung für unsere Energieversorgung bleiben. Die Eröffnung des zweiten LNG-Terminals in Wilhelmshaven ist daher ein wichtiger Schritt zu mehr Versorgungssicherheit, Diversifizierung der Energiequellen und der Widerstandsfähigkeit unseres Landes. Es ist ein großer Erfolg, dass das Terminal jetzt an das Stromnetz angeschlossen werden kann.“

Das zweite LNG-Terminal in Wilhelmshaven wurde inklusive Planung und Genehmigung in rund zweieinhalb Jahren ans Netz angeschlossen. Trotz großer technischer Herausforderungen schlossen die Projektpartner ENGIE Deutschland GmbH und Tree Energy Solutions B.V. (TES) im Auftrag von DET das Projekt in etwa der Hälfte der Zeit ab, die normalerweise für vergleichbare LNG-Großprojekte erforderlich ist. DET und die Projektpartner wurden beim Bau von der Gasfin Group unterstützt, die künftig das Terminalmanagement vor Ort übernehmen wird.

Eric Stab, CEO der ENGIE Deutschland AG, sagt: „Wir freuen uns, dass ENGIE zusammen mit TES dazu beitragen konnte, die Energieversorgung Deutschlands kurzfristig zu sichern. Wir waren für die Entwicklung und den Bau der Schiffsinfrastruktur verantwortlich, die den Betrieb des schwimmenden Terminals ermöglicht. Außerdem haben wir im Auftrag der Bundesregierung den Chartervertrag mit Excelerate Energy ausgehandelt und unterstützen DET weiterhin beim Schiffsmanagement. Unser Dank geht an alle am Projekt Beteiligten.“

Marco Alverà, Mitbegründer und CEO von TES, sagt: „Die FSRU hat dazu beigetragen, Wilhelmshaven zu einem wichtigen Einstiegspunkt für LNG zu machen — zu einer Zeit, in der Energiesicherheit und transatlantischer Handel ganz oben auf der europäischen Agenda stehen. TES hat zusammen mit ENGIE, DET und BMWE ein Ergebnis erzielt, das die Versorgung Deutschlands heute stärkt und den Grundstein für das Onshore-Terminal von TES legt, das umfangreiche Importe von LNG und e-NG ermöglichen wird. Wir sind stolz auf die herausragende Arbeit des TES-Teams bei der Realisierung dieses Projekts.“

Das LNG-Terminal Wilhelmshaven 02 ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig in Deutschland und Europa: Der Inselsteg ist rund 1,5 Kilometer vom Festland entfernt in einer der stärksten Strömungen Europas gebaut. Darüber hinaus werden Daten, Strom und letztlich die Erdgasleitungen aus ökologischen Gründen im Meeresboden verlegt und an eine Kopfstation an Land angeschlossen. Dafür wird ein innovatives System von eConnect verwendet. FSRU Excelsior hat noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Zum ersten Mal in Europa testet DET ein Ultraschallverfahren zur Bekämpfung des Verschmutzungsdrucks im Meerwasserleitungssystem einer FSRU. Die Methode soll verhindern, dass Seepocken und Muscheln die Leitungen des erforderlichen Wasserkreislaufs verstopfen.

2025 wird Excelsior bis zu 1,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas in das deutsche Gasnetz einspeisen. Das entspricht dem jährlichen Erdgasverbrauch für die Beheizung von 1,5 Millionen Vier-Personen-Haushalten in Mehrfamilienhäusern. In den beiden darauffolgenden Jahren werden die Regasifizierungs- und Netzeinspeisekapazität von Excelsior dann jeweils bis zu 4,6 Milliarden Kubikmeter erreichen, was dem jährlichen Heizenergiebedarf von bis zu 3,7 Millionen Vierpersonenhaushalten entspricht.

Wir danken allen unseren Partnern, einschließlich ENGIE und DET, für ihre Zusammenarbeit bei der Bereitstellung dieser wichtigen Infrastruktur, da wir nun in die letzte Phase der Inbetriebnahme übergehen.